Manifest »Lebendigkeit sei!«

Verlesung in den Prinzessinnengärten Berlin am 19. Mai

 

Seit der Aufklärung werden Kultur und Natur als zwei getrennte Sphären wahrgenommen. Ein echter Epochenwandel hin zu einer »Kultur des guten Lebens« könne nur gelingen, indem diese Trennung überwunden wird, sagen die Kulturwissenschaftlerin Hildegard Kurt und der Philosoph und Biologe Andreas Weber. Für die beiden ist es höchste Zeit, die Aufklärung – im Englischen »Enlightenment« – weiterzuführen im Sinn eines »Enlivenment«: einer Kultur, die sich dem Leitbild der Lebendigkeit verschreibt.

Wie können wir »das Lebendige lebendiger werden lassen«, wie es Hans-Peter Dürr formulierte, statt Natur als »Biomasse« zu vernutzen? Von dieser Frage ausgehend, haben Hildegard Kurt und Andreas Weber unter dem Titel »Lebendigkeit sei!« ein Manifest verfasst.

Am 19. Mai findet in den Berliner Prinzessinengärten die Verlesung mit anschließendem Austausch statt. Das Manifest ist der Auftakt der »Lebendigkeits-Werkstätten«, zu denen das »und.Institut für Kunst, Kultur und Zukunftsfähigkeit« im Sommer einlädt.

»Lebendigkeit sei!« ist soeben im Verlag thinkOya in erschienen.

www.cultures-of-enlivenment.org