Sri Lanka verbietet Glyphosat

Gesundheitsstudie zeigt Zusammenhang zwischen Ackergift und Lebererkrankung auf

Foto: Wikimedia Commons/Charles O’Rear

Im März wurde im Inselstaat Sri Lanka ein Verbot des Pestizidwirkstoffs Glyphosat erlassen. Eine von den Wissenschaftlern und Medizinern Channa Jayasumana, Sarath Gunatilake und Priyantha Senanayake durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass eine aus bislang ungeklärten Gründen bei tausenden von Feldarbeitern auftretende Nierenerkrankung durch das Ackergift verursacht worden sei. Dem Medizinier und Hauptautor Channa Jayasumana zufolge wirke Gloyphosat als Trägerstoff für Schwermetalle, die in die Leber eingelagert würden und zu chronischen Erkrankungen führten. »Kurz nachdem Präsident Mahinda Rajapaksa davon informiert worden war, ordnete er an, Glyphosat vom Markt zu nehmen«, erklärte der Minister für Sonderprojekte gegenüber der sri-lankischen Presse.
Im September vergangenen Jahres wurde bereits in dem kleinen mittelamerikanischen Land El Salvador ein Verbot gegen Glyphosat und 52 weitere Chemikalien ausgesprochen, das nun noch in ein Gesetz gegossen werden muss. Glyphosat ist im weltweit meistverkauften Herbizid »Roundup« des Gentechnikkonzerns Monsanto enthalten. In Deutschland sind derzeit 84 Glyphosat-haltige Mittel zugelassen, von denen jährlich mehr als 5000 Tonnen versprüht werden.
Die sri-lankische Studie in voller Länge ist kostenfrei auf der Website des Multidisciplinary Digital Publishing Institute einsehbar.