Beitrag vom 11.07.2019

Konflikte lösen, Frieden stiften

Tom Porter und Claus Biegert beim Gespräch im Klein Jasedower Klanghaus.

Anfang Mai bekam die Oya-Redaktion Besuch von einem Ältesten der Mohawk: Der Auftakt ihrer Europa-Reise führte Tom Porter und seinen Sohn Henes in Begleitung unseres langjährigen Freundes und Autors Claus Biegert nach Klein Jasedow. Die Begegnung mit den beiden Vertretern der Akwesasne Mohawk Nation hat tiefen Eindruck bei uns hinterlassen. Ausgabe 54, die dieser Tage in den Briefkästen der Abonnentinnen und Abonnenten landet, enthält längere Auszüge eines im Klein Jasedower Klanghaus stattgefundenen Gesprächs zwischen Tom und Claus über die Friedensstifter-Tradition der Haudenosaunee (Irokesen).

Hier gibt es die Langfassung des gefilmten, auf englisch geführten Interviews zu sehen:

In unserem Artikel-Archiv steht die Online-Fassung des Gesprächsartikels, bei der eine vollständige deutschsprachige Transkription des Gesprächs als Textdatei verfügbar ist.

 

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Die Oya-Ausgabe mit dem Gespräch von Tom Porter erschien Anfang Juli. Das Heft kann auch im Bahnhofsbuchhandel gekauft werden.

Wer noch kein Abonnement hat, kann dieses hier bestellen – oder Teil des Oya-Hütekreises werden.

 

geschrieben von Matthias Fersterer
am 11.07.2019

2 Kommentare

von Michael Artkamp am 24.07.2019

«Als jemand, der sich schon seit meiner Kindheit für die Ureinwohner Amerikas oder auch Australiens interessiert, wenn nicht gar mental beheimatet fühlt, könnte ich mir einfach das Herz von dem hier gesagtem erwärmen lassen. Kann ich aber leider nicht mehr.Es klingt mir einfach zu gemütlich! Die Zukunftsfragen für das Leben auf diesem Planeten werden JETZT gestellt! Vor allen die entscheidenste: Gibt es überhaupt noch eine Zukunft? Falls wir den "Point of no Return" nicht schon längst überschritten haben, steht er direkt vor uns. Die Zeit für lange "Heilungsprozesse" ist schlicht nicht mehr vorhanden. Und dies sage ich wohl gemerkt als jemand der schon seit Jahrzehnten die politische Kultur gerade der "Six Nations" für eine der Höchstentwickelten der Menschheitsgeschichte erachtet! Nichts für Ungut!»

von Lara am 24.07.2019

«Hallo Michael, vielleicht hast du Lust, die Ausgabe 40 von Oya zu lesen. Dort haben wir uns genau mit deiner Frage auseinandergesetzt: Es sieht nicht danach aus, als ob es noch eine Zukunft gibt in der Art, wie wir die Welt bisher kannten. Während wir seit den 80er-Jahren in unseren Zeitschriften von sozialökologischen Projekten erzählen, werden alle Krisen und Katastrophen immer nur schlimmer. Können wir unter solchen Umständen überhaupt noch guten Gewissens eine Zeitschrift wie Oya machen? Haben wir uns damit gefragt. Und wir haben uns mit dem Phänomen des "Weltrettenwollens" intensiv auseinandergesetzt – um schließlich davon Abstand zu nehmen. Es scheint uns aus dem gleichen Machertum geboren zu sein, der uns an diesen Point of no Return gebracht hat. Trotzdem haben wir beschlossen, weiterzumachen. Nicht weil wir glauben, damit im großen Stil tatsächlich etwas heilen oder umkehren zu können, sondern weil es nie schaden kann, Apfelbäumchen zu pflanzen und eine demütige Hoffnung zu pflegen.»


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