Beitrag vom 08.02.2019

Gespräche in den Randzonen

Hütekreismitglieder bereiten das nächste Heft vor.

Auf ganz unterschiedlichen Wegen entstehen zwischen Oya-Lesenden und Mitwirkenden der Redaktion Verbindungen. Hütekreismitglied Stefan Sylla schickte uns beispielsweise vor ein paar Monaten aus Chiang Mai einen Artikel zu seiner Arbeit als Geograf. »Wir haben einen Oya-Abonnenten in Thailand!«, sprach es sich schnell in der Redaktion herum. Stefan steuerte einen Beitrag zur letzten Winter-Ausgabe »Erzählen« bei, und seitdem waren zwei Redaktionsmitglieder mit ihm gelegentlich in Briefkontakt. Auf seiner letzten Deutschlandreise besuchte er die Redaktion in Klein Jasedow.
Ursa Späte-Schuhmacher haben wir bei einer Oya-Genossenschaftsversammlung vor zwei Jahren persönlich kennengelernt. Sie stellte uns inspirierende Fragen zu den damals noch recht neuen Ideen zu solidarischen Finanzierungsmodellen, die schließlich in die Gründung des Hütekreises mündeten. Über sie und ihren Mann Dirk ist in der Januar-Ausgabe des letzen Jahres ein Artikel erschienen. Ursa ist Psychologin und sucht selbst nach Möglichkeiten, ihre Arbeit alternativ zu finanzieren.

Eine kreative Telefonkonferenz
Sowohl Ursa als auch Stefan meldeten ihr Interesse an, als wir im Oktober in einer Rundmail an die Hütekreismitglieder um Unterstützung bei einem neuen Projekt baten: Die März-Ausgabe soll aus Interviews mit Menschen außerhalb oder an den Rändern der Szenen, in denen Oya-Themen selbstverständlich sind, entstehen. Alle Hütekreismitglieder sind eingeladen, solche Interviews zu führen und mit Hilfe der Redaktion in Artikel zu verwandeln. Die Interviews sollen auf einer Reihe von Fragen basieren – und um diese zu erarbeiten, luden wir interessierte Hütekreismitglieder im November zu einer Telefonkonferenz ein.
Wir freuten uns, dass sich mit Stefan und Ursa schon zwei vertraute Menschen daran beteiligen wollten. Bei unserer ersten telefonischen Planungsrunde waren dann noch fünf weitere Oya-Hüterinnen und -Hüter, die wir bisher nur per E-Mail kannten, mit von der Partie. Nach einer Vorstellungsrunde tauchten wir in die Materie ein: Wer wären typische Gesprächspartnerinnen und -partner? Was sollten wir fragen? Es wurde schnell deutlich, dass nur wenige offene Einstiegsfragen nötig wären, die alle Beteiligten der jeweiligen Gesprächssituation anpassen würden. Die Fragen müssten Türen öffnen – sowohl zu einem persönlichen Austausch, in dem auch Lebensgeschichten erzählt werden können, als auch zu Diskussionen über die großen Fragen unserer Zeit. Nach einem zweistündigen Telefonat waren wir sehr zufrieden mit unseren Ergebnissen und entschieden, als neunköpfige Planungsrunde den Entstehungsprozess der März-Ausgabe weiter zu begleiten.
Wir freuen uns auf dieses Experiment als einen ersten mit dem Hütekreis begonnenen kreativen Prozess. Inzwischen haben sich uns weitere Hütende angeschlossen und ein breites Spektrum an Interviews geführt. Diese bunte Mischung an Begegnungen wird gerade lektoriert, für die nächste Ausgabe gekürzt und mit Fotos und Reflexionen ergänzt.

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Die nächste Oya-Ausgabe landet Anfang März in den Briefkästen der Abonnentinnen und Abonnenten. Bald darauf kann das Heft auch an Bahnhofskiosken gekauft werden.

Falls sie noch kein Abonnement haben, können sie uns hier bestellen - oder sie werden Teil des Oya-Hütekreises (hier mehr Infos zum Hütekreis)

geschrieben von Oya Redaktionskreis
am 08.02.2019


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