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Der Ball ist rund

Warum Fußball fasziniert – ein Erklärungsversuch.

von Dieter Halbach , erschienen in 15/2012

Bild

© Foto: Sammlung Schilk

Als ich mit zwölf Jahren aufs Gymnasium kam, hatte ich noch nie Kontakt mit Fußball gehabt, geschweige denn einen berührt – ich war der Sohn einer alleinerziehenden Mutter, und zudem war dummerweise der Sportunterricht in der Grundschule komplett fußballfrei abgelaufen. Das sollte sich in der neuen Schule ändern: Sport hieß ab jetzt nur noch Fußball. Der Sportlehrer stand bequem am Rand des Felds, warf uns den Ball zu und hatte eine gute Zeit. Ich kann mich noch an das Gefühl der ersten Monate erinnern: Der Ball rollt auf mich zu, und ich trete zielsicher daneben. Es ist nur peinlich … und alle gucken zu. Alle konnten es, nur ich nicht; es schien mir, als ob Jungen mit einem Ball am Fuß geboren würden. Diese Stelle am Fuß war bei mir leer, ein Geburtsfehler, den ich nicht hinnehmen wollte.
Etwa ein Jahr später war ich Kapitän der Schulmannschaft, jede freie Minute war ich auf dem Fußballplatz, im Unterricht entwarf ich die beste Mannschaft und Taktik. Das Gefühl war großartig. Wenn jetzt der Ball auf mich zurollte, nahm ich ihn mit dem vollen Fußspann und versenkte ihn immer öfter im Tor. Ich war in einer anderen Welt angekommen. Es war die Welt der Männer und der Jungen, aber es war auch eine Welt der Träume, der Hoffnungen, der schweißnassen Körper und der großen Gefühle. Eine Welt fernab der Schule und der langweiligen Wirklichkeit.

Fieber
Der Fußball hat die Kraft, für einen Moment die Wirklichkeit zu besiegen, eine Gegenwelt zu erschaffen. Doch bleibt diese Gegenwelt freilich ein Teil der realen Welt. Fußball ist heute Korruption und Fairplay; Fußball ist Multikulti und Nationalstolz; Fußball ist Unter- und Oberschicht; Fußball ist Gewalt und Spaß; Fußball ist die größte Gemeinschaft und der Weltfußballverband FIFA das einzige wirkliche, mafiaartig betriebene Monopolunternehmen der Welt. Fußball wird weltweit von über 265 Millionen Vereinsmitgliedern in über 200 Ländern gespielt. Allein in Deutschland spielen es rund 10 Millionen Menschen. Die Weltmeisterschaft 2010 erreichte hierzulande 65 Millionen Fernsehzuschauer (in China 328,7 Millionen), 30,1 Millionen beim Endpsiel. Bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2007 sahen 9 Millionen das Endspiel.
Was aber ist die Faszination am Fußball? Vor allem ist Fußball ein Gemeinschaftsspiel, und darin liegt sein utopisches Potenzial. Es ist ein Spiel, »bei dem man mit seinen Mitspielern ein Gemeinschaftsbewusstsein trainiert und Konzentration und ›One-Point‹-Präsenz und die Herzensreinheit, wenn man nur eine Sache will, nämlich die Kugel versenken«, schreibt Peter Hoeg in seinem neuen Roman »Die Kinder der Elefantenhüter«.
Das ist der Kern des Spiels. Es ist nahe genug am Drama des Lebens gebaut und fern genug, um sich ihm ganz hinzugeben. Es gibt keine Antworten auf die Frage nach dem Lebenssinn. Es ist eher ein Übungsweg im Spiel des Lebens, ein Weg, der auch gut in eine gemeinschaftliche, kulturkreative Gesellschaft passen würde. Denn der Fußballgott ist zwar ein Gott der Massen, aber er rechnet nicht und er verkündet nicht, er spielt. Sein höchstes Symbol ist rund und unberechenbar wie das Leben selbst: Es ist der Ball. Ich sehe den Fußballgott als einen etwas verrückten daoistischen Weisen am Fluss des Lebens sitzen und das ewige Spiel von Sieg und Niederlage betrachten.

Philosophie
Spiel-Intelligenz, Beweglichkeit und Improvisationskraft sind gerade heute, in einer Zeit des Wandels, gefragt. Die ständige Krise ist für uns zur Lebensform geworden. Ständig werden kreative und kollektive Lösungen gebraucht. Fußball bietet eine nicht-intellektuelle und körperliche Übung in kollektiver Intelligenz an – und wird gerade dafür auch von Philosophen geliebt. Ein Beispiel dafür ist Moritz Rinke: Er ist Rekordtorschütze (50 Tore in 51 Spielen) der deutschen Nationalmannschaft der Autoren, er weiß um deren Eitelkeiten und Konkurrenz und warum gerade sie den Fußball brauchen: »Drei Schriftsteller treffen sich, und schon sind es zwei zu viel. Bei uns ist der Fußball das Ventil. Der Fußball hat nicht nur die Kraft, Licht auf die Verhältnisse in der Ukraine zu werfen. Er hat sogar die Kraft, Schriftstellern ihren Narzissmus für 90 Minuten auszutreiben, denn mit elf Diven auf dem Platz geht es nicht.«
In seinem legendären Fußballbuch »Fever Pitch – die Geschichte eines Fans«, versucht der Schriftsteller Nick Hornby, seine Besessenheit zu erklären: »Ich liebe am Fußball sein Tempo, seine Unberechenbarkeit und die Eigenart, dass das bessere Team nicht zwangsläufig gewinnt. […] Wenn ich bei einem großen Spiel bin, fühle ich mich, als wäre ich im Zentrum der ganzen Welt.«
Die Spieler- und Trainerphilosophen Uwe Seeler und Sepp Herberger sagen das etwas lapidarer und rätselhafter: »Das Geheimnis des Fußballs ist ja der Ball« (Seeler) und »Der Ball ist rund« (Herberger).
Was meinen die beiden ­Fußballweisen damit? Ich erkläre es mir so: Eben weil der Ball rund ist, bleibt er unberechenbar. Der Spieler braucht ein sinnliches Verhältnis zu diesem unbezähmbaren Objekt seiner Begierde: Mal will es gestreichelt, mal getreten, mal beruhigt werden. Dieser runde Ball muss nun ins eckige Tor. Damit haben wir schon das ganze Drama. Es prallen zwei Prinzipien aufeinander: Der Weg und das Ziel. Man könnte auch sagen, der Ball als Symbol für das fließende, unberechenbare und kreative Leben und das Tor als Symbol für das lineare, rationale und zielorientierte Handeln. Zwischen diesen beiden Polen bewegen wir uns unauflösbar hin und her. So bedeutet der fußballerische Übungsweg, Loslassen und Willensstärke gleichzeitig und zur rechten Zeit anzuwenden.
Zwei weitere Pole kommen ins Spiel: Gemeinschaft und Individuum, Kampf und Kooperation. Auf der einen Seite stehen, wie der Anthropologe Desmond Morris sagt, »rituelle Jagd, stilisierter Kampf und symbolisches Geschehen«, auf der anderen Seite steht das hochentwickelte Spiel einer vernetzten Gemeinschaft. Fußball ist gleichzeitig Ausdruck dieser archaischen Rivalität und der Zusammengehörigkeit der Welt. Er leistet unbestreitbar einen Beitrag zu ihrem Gleichgewicht. Nach dem Spiel tauschen die Spieler ihre verschwitzten Hemden und ziehen jene der Gegner an. Wenn die La-Ola-Welle durchs Stadion geht, werden Freund wie Feind gleichermaßen von ihr ergriffen.
So soll es schon in den Anfängen des Spiels gewesen sein, deren Ursprünge eng mit kultischen Vorstellungen verknüpft sind. Das altchinesische Cuju ist unserem Fußballspiel schon sehr ähnlich; erstmals erwähnt wurde es 2697 v. Chr. Das Spiel soll Himmel und Erde, Yin und Yang, zu einem harmonischen Ganzen vereinen, wie aus dem Gedicht des Li Yu aus Sichuan (50–136 n. Chr.) hervorgeht:

Ein runder Ball, eine quadratische Einfriedung,
erinnern an die Formen von Yin und Yang.
Der Ball fliegt darüber wie der Mond,
während zwei Teams sich gegenüberstehen.
Kapitäne sind ernannt und nehmen die Plätze ein
nach unveränderlichen Regeln.
Keinen Vorteil gibt es für Verwandte,
Parteilichkeit darf es nicht geben.
Doch braucht’s Entschlusskraft und kühlen Mut
ohne die geringste Angst vor dem Fehler …
Und gilt das alles allein schon fürs Fußballspiel,
um wieviel mehr gilt es für das Spiel des Lebens!


Magie
Auch heute wird Fußball oft als religiöses Ritual beschrieben, hier von Gegenkultur-Urgestein Werner Pieper: »Tausende von religiösem Fanatismus beseelte Menschen strömen, gekleidet in den Farben ihrer Sekte, versehen mit Wimpeln und anderen Devotionalien, ins Stadion, das einem Heiligtum gleichkommt.« Unbestreitbar gibt es im Fußball jede Menge Magie, nicht zuletzt wegen der Unterstützung durch die Zuschauer, die sich häufig ritueller Praktiken bedienen. Aber Religion? Im Internet wird dazu diskutiert: »Religion hat einen tieferen Sinn, der beim Fußball nicht vorhanden ist. Der Fußball ist viel absoluter«, heißt es im Forum www.leisser.de.
Inzwischen sollen nicht nur Rituale, sondern wissenschaftliche Verfahren die Ungewissheit des Spiels überwinden: Statistische Berechnungen und Computeranalysen, aus denen psychologisches und mentales Training entwickelt wird. Hier wird dem Chaos eine innere Ordnung abgerungen, die dem Spieler Optimierungen bis in den einzelnen Spielzug und die innere Haltung hinein aufzeigt. Moderner Fußball ist – neben seinen magischen Anteilen – also ein ganzheitlich-systemisches Erkunden und Handeln, das mich auch als Gemeinschaftsforscher fasziniert.
Ich habe meine Frau gefragt, was sie am Männerfußball (seit kurzem) interessiere: »Mich faszinieren Männer, die mit ihrem ganzen Körper leben, ihre Muskeln und ihren Willen einsetzen; Männer, die vollen körperlichen Einsatz bis an ihre Schmerzgrenze zeigen, ohne dabei andere zu verletzen – und die dann im Jubel übereinander herfallen. Wo kann man sonst Männer so in ihrer Freude und Schönheit sehen?«
Ich selbst dagegen schaue auch gerne Frauenfußball zu, denn dort steht die Spielkultur noch mehr im Vordergrund. Mich fasziniert, wenn das Spiel anfängt, sich selbst zu spielen – wie bei guter Musik, gutem Sex, einem guten Gespräch. Da gibt es diesen Moment, wo jeder aus dem Körper heraus weiß, was er zu tun hat, und es ohne zu zögern tut. »Große Spieler haben immer von der Improvisation gelebt«, sagt einer, der es wissen muss: der Profifußballer und Trainer Bernd Schuster. In der Improvisation wird der einzelne Spieler zum Teil eines Organismus, der Ball läuft wie an einem inneren Faden entlang, schneller und müheloser, als es gedachte Gedanken könnten. Handeln aus dem Moment heraus: Im Fußball sind das diese genialen Momente – der »tödliche Pass«, die Gnade eines »reingezauberten Balls«, der »Tanz« im Zusammenspiel.
Wenn dieser Tanz der Atome auf dem Rasen stattfindet, sehe ich förmlich ein synergetisches Weltbild vor mir. Es ist die Spielweise des One-Touch-Fußballs, wie ihn die besten Mannschaften der Welt, der FC Barcelona oder die Nationalmannschaft Spaniens, zelebrieren. Es ist aber auch die neue Philosophie der deutschen Mannschaft, die ihr Trainer Joachim Löw vertritt: Beim ersten Kontakt mit dem Ball soll dieser schon an einen Mannschaftskollegen weitergegeben werden. Das funktioniert nur, wenn alle bestens aufeinander eingespielt sind. »Ein respektvolles, vertrauensvolles Miteinander in unserem Team ist mir sehr wichtig«, sagt Löw. »Offene Kommunikation auf Augenhöhe, Kritikfähigkeit, Transparenz, Toleranz – das haben wir vorgelebt, aber es dauert eine Weile, bis alle einander vertrauen.«

Gemeinschaft
Der Teamgeist der Profis ist funktional für ihren eigenen Erfolg. Selbstoptimierung ist ihr Ziel. Für ihre Fans bieten diese Profis Genuss auf höchstem Niveau, für die Spieler ist es ein beinharter Konkurrenzkampf auch innerhalb des eigenen Teams. Wie wäre diese ästhetische Hochkultur – eine Frage, die sich ja nicht nur im Sport und im Fußball, sondern beispielsweise auch in der Kunst stellt – wohl in einer wirklich gemeinschaftlich ausgerichteten Gesellschaft organisiert?
Aber es gibt nicht nur die Europameisterschaft der Millionäre. Der FUEV (Dachverband der nationalen Minderheiten in Europa) veranstaltet parallel die Europeada. Für acht Tage treffen sich um die 600 Fußballer, Betreuer und Organisatoren von zwanzig Mannschaften der nationalen Minderheiten Europas im Landkreis Bautzen, der Heimat der Sorben, um einerseites »einen sportlich fairen Fußball-Europameister zu ermitteln, aber vor allem Toleranz, Kommunikation, Lebensfreude und ein Miteinander unterschiedlichster Religionen und Nationen in Europa zu leben.« Ein weiteres Graswurzelprojekt ist »Football ­Beyond Borders«. Die Initiative nutzt die globale Sprache des Fußballs als Medium, um Ungerechtigkeit und Diskriminierung abzubauen. Im Mittelpunkt stehen der Dialog und die geteilte Erfahrung von internationalen Studenten und Schülern. Der Trainer Jürgen Klinsmann, einer ihrer Unterstützer, sagt: »Fußball ist ein perfektes Mittel, um falsche Wahrnehmungen zwischen verschiedenen Menschen und Kulturen zu korrigieren. Fußball erinnert uns daran, dass wir alle gleich sind.«
Diese und viele weitere Graswurzelinitiativen verbinden die gemeinschaftliche Essenz des Spiels mit echter Gemeinschaftlichkeit, indem sie Selbstorganisation, Gleichberechtigung und kulturellen Dialog ohne kommerzielle Interessen ermöglichen. Hier stimmen der Rahmen und die Philosophie des Fußballs überein: Der Ball gehört uns allen! In der neoliberalen Realität des Profisports hingegen ist es schon so weit gekommen, dass angesichts der Ausmaße der Korruption im italienischen Fußball der Regierungschef Monti eine Fußballpause von drei Jahren gefordert hat. Zur Erinnerung: Es gab mal eine Zeit – und sie ist noch nicht so lange her –, da konnte der Schriftsteller und begeisterte Torwart Albert Camus noch ­schreiben: »Alles, was ich über Moral und Verpflichtungen weiß, verdanke ich dem Fußball.«
Das alles und noch viel mehr im Hinterkopf, genieße ich die Spiele der Europameisterschaft. Für die Dauer des Spiels begeistere ich mich für Dinge, die im Grund unwichtig sind, und mein Denken wird schlicht und kindlich. Unterwegs in Italien, zu Hause im Ökodorf, in Berlin, im Feuerwehrhaus unserer Gemeinde bin ich vereint mit den unterschiedlichsten Menschen, die alle nur auf das »Eine« schauen: den runden Ball, von dem niemand weiß, wohin er läuft … vielleicht sogar ins –
Toooooooooaaaahhh!!!
Und je nachdem, in welches Tor er fliegt, wird der Fußballgott uns zulächeln oder uns trösten. Denn der Fußballgott ist für uns alle da: für die Stammesangehörigen und die Philosophen, die Natio­nen und die Minderheiten, die Frauen und die Männer, die Sieger und die Verlierer. Und nach dem Spiel werden wir aufstehen, uns umarmen und uns wieder wichtigeren Dingen zuwenden … 


Fußballkultur, Spielkultur, Graswurzelkultur:
Internet
Die Deutsche Akademie für Fußballkultur bietet sozial- und kulturkritische Recherchen und alljährlich den Fußball-Kulturpreis: www.fussball-kultur.org; Ballverliebte Autoren gibt es unter: www.dichter-ran.de; »rund« – das Magazin für Hintergründe und Spielkultur: www.rund-magazin.de; um das Verhältnis von Religion und Politik geht es auf: www.leisser.de; die Europameisterschaft der nationalen Minderheiten: www.europeada.eu; die Graswurzelinitiative »Football Beyond Borders«: www.footballbeyondborders.org
Literatur
Moritz Rinke: Also sprach Metzelder zu Mertesacker … Lauter Liebeserklärungen an den Fußball. Kiepenheuer & Witsch, 2012 • Ror Wolf: Das nächste Spiel ist immer das schwerste. S. Fischer, 2010 • Werner Pieper: Der Ball gehört uns allen. Grüner Zweig 153, 1993, siehe nachfolgende Rezension:

Das Fußball-Kultbuch Nr. 1
»Warum hat eine Fußballmannschaft elf Spieler?«, fragte Werner Pieper während seiner Recherchen für dieses Buch die FIFA mehrmals brieflich an. Die konnte nur sagen, dass die Entscheidung für ein elfköpfiges Team am Ende des 19. Jahrhunderts in einem Londonder Pub gefallen war. Das »Warum« ließ sich auf diesem Weg nicht klären, erst ein Amsterdamer Numerologe wusste Rat. Schräge Zusammenhänge recherchieren und genial Geschichten erzählen, das kann Wener Pieper, bekannt durch seinen Verlag »Der Grüne Zweig«, ganz hervorragend. So erfährt man zum Beispiel, dass im mittelalterlichen England Fußball kein Spiel auf ein gegnerisches Tor war, vielmehr spielten zwei Dörfer mit dem Ziel gegeneinander, den Ball nach Hause ins eigene Dorf zu treiben – ein Impuls des Behütens statt des Angriffs. Ein Sieg sollte dem Dorf Glück bringen. Es muss hoch hergegangen sein bei diesen Spielen, die der prüden Kirche und den Machthabern ein Greuel waren und deshalb immer wieder verboten wurden. Erst 1830 sollen Studenten dem fast vergessenen Spiel wieder Leben eingehaucht und die Grundzüge der heutigen Regeln entwickelt haben. Allzu lange hält sich das Buch nicht in der Geschichte auf, sondern sammelt Anekdoten und Hintergründe aus allen Rand- und Zentralthemen des Spiels, zum Teil von Gastautoren wie Wiglaf Droste, Elke Heidenreich oder Micky Remann. Auch für Nicht-Fußballfans ein Lesevergnügen!
→ Der Ball gehört uns allen.
Werner Pieper, Der Grüne Zweig, 30,00 Euro; wenige Restexemplare erhältlich bei www.gruenekraft.com.

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