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Abgeguckt

Eine Gesundheitsgeschichte

von Grit Scholz , Petra Schumann , erschienen in 12/2012

Die Halswirbelsäule ist ein sensibler Bereich. Warum er schmerzt, lässt sich oft nicht auf eindeutige Ursachen zurückführen. Grit Scholz sprach mit Petra Schumann über ihre Spontanheilung solcher Schmerzen. Auslöser: der Film »Avatar«.

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Petra, welche Probleme hattest du mit ­deiner Halswirbelsäule?

Im Jahr 2005 musste ich mich einer Operation unterziehen, weil die Bandscheibe C6 kaputt war. Der Nerv war eingeklemmt und stark beschädigt. Ich fühlte mich einige Wochen nach der Operation wieder ganz gut hergestellt. Doch sobald ich in eine Überlastungssituation geriet, ob nun körperlich, psychisch oder seelisch – reagierten meine Halswirbelsäule oder der geplagte Nerv sofort mit teuflischen Schmerzen, gegen die kein Kraut zu wachsen schien. 2008 geriet ich in einen wochenlangen Teufelskreis von Schmerz und Verkrampfung, so dass die Ärzte keinen anderen Rat wussten, als eine zweite Operation.

Und dann bist du ins Kino gegangen, weil du hofftest, »Avatar« könnte dir helfen?

Nein, auf so eine Idee wäre ich nie im Leben gekommen. Mich hatte jemand eingeladen, und ich sagte zu, in der Hoffnung, ich könnte so lange sitzen und es würde mich etwas ablenken. Ich nahm mir vor, nach Hause zu gehen, wenn es mir zu schmerzhaft werden würde

Was genau ist im Kino passiert?

Ich war ganz und gar fasziniert von diesen menschenähnlichen, großen Wesen des anderen Planeten, die sich Navi nannten. Ihre Verbundenheit mit der Pflanzen- und Tierwelt, ihre feine Wahrnehmung für Energien, ihre körperliche Vitalität und Stärke berührten mich tief und erinnerten mich an manche Momente meines eigenen Verbundenseins mit allem. Als ich so hautnah erlebte, wie beweglich, wie kraftvoll und verbunden diese Navi in ihrem Körper zu Hause waren, sehnte ich mich mit jeder Faser danach, mich auch so in meinem Körper fühlen zu können.
Dieses neue Körpergefühl beherrschte fortan meine nächtlichen Träume. Es war eine Wonne, ich träumte mich mit solch einem Körper, der zu allem fähig war – der klettern, springen, balancieren, rennen, reiten und auf riesigen Vögeln fliegen konnte. Beim Erwachen war mir, als hätte ich tatsächlich diese Fähigkeiten. Ich sprang schwungvoll aus dem Bett und war verwirrt, dass es tatsächlich ganz gut funktionierte – auch wenn ich noch nicht schmerzfrei war. Ich wollte diesen Film unbedingt noch einmal sehen.

Wie war deine Erfahrung die anderen Male?

Es war herrlich, weil ich immer bewusster wahrnehmen konnte, wie sich alles in mir auf dieses Körpergefühl konzentrierte. Die Handlung nahm ich gar nicht wahr, sondern nur dieses Vertrauen der Navi in ihren Körper, der in der Lage war, all das zu tun, was nötig war, ohne sich zu verletzen, ohne überfordert zu sein. Das wirkte wie Magie auf mich. Und ich träumte wieder mehrere Nächte davon, träumte mir sogar im Wachbewusstsein diese Körpererinnerung, weil es so berauschend war, und spürte, wie auch in der Wirklichkeit des Tages mehr und mehr Kraft zu mir zurückkam und die Schmerzen bald ganz verschwanden.

Und blieb das auch so, oder war es nur eine kurze Phase?

Die Schmerzen verschwanden tatsächlich. Ich fühlte mich so gut und nahm, nach viermal »Avatar, das Körpergefühl aus meinen Träumen fast nahtlos mit in den Tag. Problemlos rannte ich meine fünf Stockwerke mit zwei schweren Einkaufstaschen hoch, fühlte mich weder außer Atem, noch spürte ich meinen Halswirbel von den schweren Taschen. Ich wollte einfach ausprobieren, was ich nun alles konnte, denn ich sprühte vor Kraft und Bewegungsdrang. Da kam ich auf die Idee mit dem Skifahren. Obwohl ich Abfahrtsski nie gelernt hatte, lediglich vor Jahren einmal probiert, wollte ich das unbedingt machen. Ich sah mich schon im Geist die Hänge hinunterwirbeln.

Und wie war es dann in Wirklichkeit?

Als ich mit dem Lift und den für eine Woche geliehenen Ski den Berg hinauffuhr, dachte ich, ich müsste völlig wahnsinnig sein. Plötzlich bekam ich große Angst, ich dachte an die vielen Skiunfälle aus meinem Bekanntenkreis, Profis, die sich mit viel Skigymnastik auf so einen Urlaub vorbereiteten. Und ich, ich bildete mir ein, nur weil ich so ein überströmendes Körpergefühl hatte – gerade erst einer Operation entronnen, ich könnte hier fünf Tage die Hänge unbeschadet hinunterrauschen? Als ich oben stand, zitterten mir die Knie. Ich fühlte mich dumm und schwach und überlegte schon, ob ich zur Not auch mit dem Lift wieder hinunterfahren könnte. Dann schaute ich lange, lange zu, wie die anderen das anstellten mit dem Skifahren, und versuchte, es einfach nachzumachen. Ich war so überrascht und glücklich, als es ganz leicht funktionierte, so als hätte ich das schon immer getan. So kam ich vorsichtig, beschwingt den Hang hinunter, ohne einmal zu stürzen, und hatte Lust auf mehr. Es waren fünf herrliche Tage, und am erstaunlichsten war, dass ich mich weder erschöpft fühlte, noch Muskelkater hatte, was man von meinem Begleiter nicht sagen konnte, obwohl er ein guter Skifahrer war.

Wie fühlst du dich heute, zwei Jahre später?

Ich begreife immer besser, was damals wirklich passiert ist. Durch Bücher wie »Das Geheimnis der Heilung« von Joachim Faulstich, oder »Intelligente Zellen« von Bruce Lipton hat sich für mich vieles erklärt. Es ist nicht so, dass ich mich für immer geheilt fühle, meine Halswirbelsäule ist für mich so etwas wie ein Seismograph, der sofort anschlägt, wenn ich aus dem Gleichgewicht gerate. Aber heute blockiert mich das nicht mehr so, ich sehe es als Hinweis, versuche die Ursache für das Ungleichgewicht abzustellen und konzentriere mich dann auf den Zustand, den ich gern hätte, statt in Angst meinen Schmerzen zu lauschen.  

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