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Verbundener Widerstand

Andrea Vetter und Matthias Fersterer sprachen mit Helen Britt und Geseko von Lüpke über ­Verbundenheit und Aktivismus.

von Andrea Vetter , Geseko von Lüpke , Helen Britt , Matthias Fersterer , erschienen in 53/2019

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© Foto: flickr.com / Kathrin Henneberger

Matthias Fersterer  Geseko, du verwendest den Begriff sacred activism. Was ist das »Heilige« an diesem Aktivismus? Helen, du sprichst von »radikal liebevollem Widerstand«. Bezeichnen beide Begriffe dasselbe Feld?
Geseko von Lüpke  Ich bin davon überzeugt, dass die Wurzel ­aller Fehlentwicklung, aller »Zu-viel-isation«, aller Weltzerstörung im Verlust der Verbundenheit liegt, im Verlust der Anbindung ans große Ganze. Abgetrennte Menschen, die sich außerhalb der Welt wähnen, erleben diese als »Um-Welt«‚ die sie ausbeuten, misshandeln, verbrauchen können. Verbundene Menschen erleben die Welt als »Mit-Welt«, die sie als Teil ihrer selbst ehren, schützen und als »heilig« betrachten. »Heiliger Aktivismus« kann nur aus Verbundenheit entstehen. Für mich ist das eine Art von sozialer Mystik: Wir wachsen innerlich, indem wir für die Welt handeln.
Helen Britt  Ja, ich glaube, beide Begriffe erzählen von ähnlichem. »Radikal« bedeutet für mich, mit sich selbst und den eigenen Werten verbunden zu bleiben und zu versuchen, den strukturellen Wandel von der Wurzel aus anzugehen. »Liebevoll« ist das verbindende Element, das Widersprüche annimmt und Menschen in ihren gesellschaftlichen Rollen sieht. Ich kann auch Menschen, die Steine werfen oder Geld an NGOs überweisen, gut verstehen. Die dahinterstehenden Gefühle – Verzweiflung, Wut, Schuldgefühle – lerne ich bei mir selbst immer besser kennen. Verbundener Widerstand heißt für mich, wirklich alles, was in mir ist, zu zeigen. Wenn ich also wütend bin, zeige ich das und mache mich gleichzeitig verletzlich, indem ich sage, dass mein eigentliches Bedürfnis Verbindung ist.
Gerade frage ich mich: Ist eigentlich alles, was ich tue, das nicht in »das System« passt, widerständig? Wo ist der Unterschied zwischen Widerstand und Utopie, zwischen »Nein, das will ich nicht!« und »Ja, das will ich!«?
Andrea Vetter  Eine gute Frage! Spüren wir ihr noch etwas nach: Welche Rolle spielt Widerstand – in seinen verschiedenen Formen – gerade in eurem Leben?
GL  Widerstand wäre für mich bereits ein Leben in Gemeinschaft, bei dem ich aktiv Mechanismen des Markt- und Sozialsystems widerstehe. Im vergangenen Jahr war ich mit meiner Tochter Leloba im Hambacher Forst und vor kurzem bei »Fridays-for-Future«, um zu verstehen, wie die jungen Menschen dort ­ticken. Auch ­Schreiben halte ich für eine Art von Aktivismus: Ich betreibe Journalismus, der zum Widerstand anregen will.
HB  Der sanfteste Widerstand, den ich gerade leiste, ist, mich von dem Gedanken, ich müsse immer produktiv sein, zu verabschieden. Auch die gemeinsame Ökonomie, die ich seit zwei Jahren mit zwei anderen Menschen betreibe – und mich somit vom Druck befreie, ständig Geld verdienen zu müssen –, fühlt sich widerständig an. Die offensichtlichste Form von Widerstand betreibe ich als Teil einer Klimagruppe. Das ist ein viel härteres Umfeld, in dem es mir schwerer fällt, mich mit wirklich allem zu zeigen – ich möchte lernen, das in aktivistische Kontexte hineinzubringen.
MF  Während indigene Kulturen sich als Teil der Natur erfuhren und teils noch erfahren, haben westlich geprägte Gesellschaften die Erfahrung kollektiver Entbettung und Entwurzelung gemacht. Dennoch sind wir nach wie vor untrennbarer mit dem »Fleisch der Welt« verbunden. Wie können wir hier und heute an verbundene Weltwahrnehmungen anknüpfen? Wie können wir – jenseits von Heimattümelei – wieder in der Welt heimisch werden?
HB  Mir hilft gerade: Innehalten und mich persönlich mehr zu trauen, das zu fühlen, was da ist – freudvolle wie negative Gefühle. Dadurch fühle ich mich lebendiger und habe weniger Angst davor, was bestimmte Ereignisse in mir auslösen können, weil ich weiß, dass ich damit umgehen kann. Daraus entsteht ein Gefühl größerer Verbundenheit, weil ich dann auch andere Menschen besser verstehen kann.
GL  Unsere Gesellschaft basiert auf Trennung. Die Illusion der Getrenntheit führt zu Depression und Angst. Für mich persönlich ging es in den vergangenen Jahren viel darum, mich mit mir selbst, mit anderen Menschen und mit dem großen Ganzen bewusst wiederzuverbinden. In einer Kultur, in der wir zu Konkurrenz erzogen wurden, ist das ein lebenslanger Lernprozess. Dabei können Meditation, Naturerfahrung oder körperlich-sinnlicher Kontakt helfen. Aus der Wiederverbindung entstehen eine andere Kultur und eine andere Ethik, in der ich gar nicht ausbeuterisch sein kann. Das ist selbst schon eine verbunden-widerständige Haltung.
MF  Siehst du darin auch eine indigene Qualität? Dazu hast du ja viel gearbeitet.
GL  Dazu fällt mir Andreas Webers Buch »Indigenialität« (siehe Seite 60) ein. Handeln aus Verbundenheit ist ein sehr indigener Ansatz. Indigene Kulturen stehen und standen in engster Verbindung mit der Natur. Allerdings glaube ich, dass wir alle Indigene sein können – das »wilde Denken«, wie Claude Lévi-Strauss es nannte, ist nach wie vor der Kern unserer Welterfahrung. In Momenten tiefer Natur- und Liebeserfahrung oder in der Beziehung zu unseren Kindern ist uns das sehr nahe. In meiner Arbeit mit Trägern des Alternativen Nobelpreises, wie Hermann Scheer oder Michael Succow, wurde mir bewusst, dass auch diese Menschen oft hinaus in die Natur gehen, um ihre Verbundenheit zu stärken und dann mit einer Vision zurückzukehren.
AV  Was ist der Unterschied zwischen »Naturverbundenheit« und »Natursein«? Geseko, du sagtest, viele Menschen ziehen Kraft daraus, »raus« in die Natur zu gehen. Helen, du sagtest, du gehst »rein« in die Gefühle. Ist es sinnvoll, den Menschen hier »drinnen« und die Natur dort »draußen« sprachlich zu trennen, damit sie sich dann wieder miteinander verbinden können? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten, als ein Wesen unter anderen Natur zu sein?
HB  Oft ist es buchstäblich ein Rausgehen geworden, weil wir uns meist in geschlossenen Räumen mit viel Ablenkung aufhalten. Aber vielleicht können wir eine andere Sprache dafür finden. Als du gerade gesprochen hast, Geseko, habe ich tiefe Trauer gefühlt, weil es in meinem Umfeld nur wenige Menschen gibt, die sich mit diesen Themen beschäftigen. In manchen Kreisen, in denen ich unterwegs bin, werde ich belächelt, oder ich fühle Scham, weil ich eine Sehnsucht nach Verbundenheit habe.
GL  In der Gemeinschaft Sulzbrunn, wo ich lebe, organisiere ich gerade ein Symposium zu Sacred ­Activism, bei dem wir Leute aus verschiedenen Szenen zusammenbringen. Im Hambi war ich beeindruckt von Slogans, aus denen tiefe Verbundenheit mit dem Wald sprach, z. B. »Respect existence or expect resistance«. Obwohl dieser Widerstand sich nach außen rein politisch definiert, spürte ich starke Sehnsucht nach Verbundenheit – wie sollte es auch anders sein: Wenn man sieben Jahre im Wald lebt, wird der zur Heimat. Ich wünsche mir, dass es normaler wird, diese Sehnsucht auszudrücken. Es ist ein großer Unterschied, ob ich mich zur Welt als Opfer oder Kämpfer oder aber als Liebhaber verhalte. Wer aus einer liebenden Haltung kommt, ist kaum kleinzukriegen.
HB  Ich glaube, diese Haltung wird gerade für immer mehr Menschen wichtig. Leider steht sie eben oft noch als Letztes auf der To-Do-Liste. In manchen Hausprojekten, in denen ich lebte, waren bestimmte Praktiken auch als »eso« verpönt.
AV  Ich arbeite selbst seit vielen Jahren an der Schnittstelle zwischen politischer Arbeit und Verbundenheit. Ich nehme in diesen Feldern eine große Angst wahr, den Kampfesmut zu verlieren. Ein guter Freund von mir sagte einmal, dass für viele Menschen, sobald sie anfangen, sich mit ihren Emotionen oder mit Spiritualität zu beschäftigen, eine bestimmte Art von Aktivismus an Relevanz verliere, weil sie sich ins Private zurückzögen. Wir behaupten ja gerade das Gegenteil. Wann führt Verbundenheit ins Private, wann in verbundenen Widerstand?
HB  Tatsächlich hatte ich genau deshalb Angst, mich mit diesen Themen zu beschäftigen. Ich war kürzlich auf einer Demo, und die war mir zu laut und zu wild. Vielleicht geht es aber genau darum, jetzt damit umgehen zu lernen, anstatt mich zurückzuziehen. Ich habe nach wie vor Lust, mich im Außen aktiv dafür einzusetzen, dass sich etwas verändert, kenne aber auch Ängste naher Menschen, dass ich bald »weg vom Fenster« sein könnte, wenn ich mich mit meinen Emotionen beschäftige.
GL  Mir scheint das ein Prozess zu sein. Ich bin ja schon 60. In den 1970er Jahren als Schüler und Student habe ich in K-Gruppen die Mao-Bibel geschwenkt. Damals habe ich eigene Schatten­themen auf die Gesellschaft projiziert, habe gegen meinen Vater und gegen Vater Staat aufbegehrt. Dann musste ich erstmal in mir aufräumen. Für jeden tiefen Widerstand sind innere Transformation und Beschäftigung mit den eigenen Verletzungen nötig. Das muss aber keinen Rückzug aus politischer Aktion bedeuten – bei mir lief das eher parallel und fand dann in der Tiefenökologie zusammen. Joanna Macy spricht von drei Ebenen des Aktivismus: Aufhalten, um Zeit zu gewinnen; Ausprobieren neuer gesellschaftlicher Organsisationsformen; und innerer Wandel.
MF  Menschen, die sich für gesellschaftlichen Wandel engagieren, machen oft die Erfahrung des Ausgebranntseins, weil ihre Ansprüche an Veränderung nicht mit der eigenen Wirksamkeit übereinstimmen. Wie kann uns Verbundenheit dabei unterstützen, zwischen wirksamem, mitfühlendem Widerstand und blindem Aktionismus zu unterscheiden?
GL  In der spanischen Gemeinschaft »Eco-Dharma« werden ausgebrannte Aktivisten wieder aufgebaut. Dort geht es etwa darum, von der massiv überfordernden Haltung »Ich rette die Welt und trage die Zukunft auf meinen Schultern« zu einer Haltung zu kommen, die lautet: Ich bin ein Teil der Welt, und die Welt handelt durch mich. Wenn die Erde durch mich handelt, bin ich freudvoll, kraftvoll und letztlich unschlagbar – dann ist meine Aktion eine Aktion des Ganzen, dann sind meine Gefühle die ­Gefühle der Erde. Wenn ich liebe, bin ich nicht weniger, sondern noch mehr engagiert!
MF  Helen, in dieser Ausgabe beschreibst du ein Erlebnis, bei dem du dich und die Welt für einen Moment aus einem herausgehobenen Bewusstseinszustand wahrgenommen hast (siehe Seite 64). Hat diese Erfahrung dein Gefühl für Aktivismus verändert?
HB  Dieses Erlebnis bei einem Klimacamp war einschneidend für mich – mein Schmerz, meine Trauer und meine Angst um mich und die anderen Wesen haben sich intensiviert. Danach habe ich monatelang viel geweint und im Jahr darauf aus Verzweiflung viel zu viel gemacht. Gerade erst kann ich anfangen, den Schmerz anzunehmen, und traue mich, verbunden zu bleiben und daraus Kraft zu ziehen. Ich vermute, dass Eingebundensein und Zuhause­sein die stärksten Kraftquellen sind, die es gibt – und ich lerne, sie immer besser zu fühlen. Ideologien arbeiten oft mit Kontrolle und Urteilen, und das kann auf Dauer nicht so schön sein, wie ganz dem eigenen Herzen zu folgen und sich mit allem, was gerade da ist, angenommen zu fühlen.
AV  Was du in deinem Text beschrieben hast, ist ja ein veränderter Bewusstseinszustand oder Trancezustand. Mich erstaunt, dass wir diese Fähigkeit in unserer Gesellschaft so brachliegen lassen. Indigene Kulturen haben dafür ja elaborierte kollektive Muster und Rituale. Unsere Gesellschaft ist diesbezüglich extrem kulturlos. Auch in der Tiefenökologie geht es ja letztlich um individuelle Prozesse. Könnten wir solche Bewusstseinszustände und Praktiken, wie gemeinsames Trommeln und Singen, nicht stärker im Widerstand nutzen? Bei vielen Kriegerritualen geht es ja genau darum. Wie sind eure Erfahrungen damit?
GL  Beim Widerstand gegen Ölbohrungen vor der Küste Portugals hat uns der amerikanische Künstler und Aktivist John Quigley dazu gebracht, mit unseren Körpern einen riesigen Delfin am Strand zu formen. Das war eine kraftvolle körperliche Erfahrung. Oder die Leute von der »Resistance zoologique« aus Frankreich, die, als Kühe, ­Affen und andere Tiere verkleidet, unter lauten Tiergeräuschen Mist ins Foyer von Bayer/Monsanto kippten und dabei ­riefen: »We are nature defending itself!« Oder der kolumbianische Theater­pädagoge Hector Aristizábal, der mit Traumata belegte Orte »heilt« – auch das ist eine Form von Aktivismus, weil die Menschen dadurch wieder ins Handeln kommen.
HB  Einmal hatten wir am Tag vor einer Besetzung meditiert, weil wir – vier unter vielen – mit einer anderen Energie in die Aktion gehen wollten. Als wir von der Polizei abgeholt wurden, malten wir Bilder auf den staubigen Boden und baten die Polizisten, nicht darauf zu treten – was sie befolgten. Wir kamen ins Gespräch, und plötzlich bildete sich eine kleine Traube, als eine Freundin von mir einem Polizisten etwas über Empfängnisverhütung erklärte und andere junge Polizisten nach Tipps für ihre Freundinnen fragten. Dann wurden wir in Zellen interniert, in denen wir uns hören konnten, und haben miteinander gesungen. Andere Beispiele sind ehrliche »Wie-geht’s-euch?«-Sharings mit der Polizei, bei denen wir auch unsere Ängste und Motivationen geteilt haben. Irgendwann sagten dann auch einzelne Polizisten: »Ich kann verstehen, was ihr da macht – aber der Job gibt mir Sicherheit.« Damit waren wir am Punkt gegenseitigen Verstehens, waren berührbar hinter unseren Rollen. Allerdings werde ich als junge, zarte Frau gelesen, und es fällt Polizisten wohl deshalb schwerer, mir gegenüber grob zu werden. Und ich bin hier in Deutschland sehr privilegiert, weil es selten um mein unmittelbares Überleben geht, ich mich nicht mit Waffen verteidigen muss und eben oft eine Gesprächsebene möglich ist.
GL  Menschen jenseits von Feindbildern zu erreichen, ist ja selbst schon politische Arbeit, die langfristig ganz tief wirken kann, weil diese Menschen vielleicht selbst zur nächsten Demo gehen oder aus dem Polizeidienst ausscheiden.
AV  Kürzlich habe ich ein Video mit der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg gesehen, die mit dem Asperger-Syndrom lebt. Sie machte darin deutlich, dass ihre sehr konsequente Widerständigkeit aus einer ganz rationalen, faktenbasierten Haltung kommt. Ich glaube, es ist wichtig, das Verbundensein nicht gegen rationale Argumente auszuspielen, sondern als zusätzliche Ebene zu sehen. Je nachdem, wie wir ins Leben gestellt sind, mögen wir aus dem Gefühl der Liebe heraus konsequent und mutig handeln können oder aber aus dem Zusammentragen von tausenderlei Fakten und Zahlen. Möglicherweise hat jeder Mensch – nach seinem je eigenen Gewordensein – die eigene Kraftquelle an einer anderen Stelle.
MF  Möglicherweise sind das auch Wellenschläge. Geseko, du hast eingangs von »sozialer Mystik« gesprochen. »Mystik« kommt vom griechischen myein und heißt »den Mund oder die Augen schließen«, also verstummen oder inwendig werden. Das ist das genaue Gegenteil dessen, was gemeinhin unter Aktivismus verstanden wird: die Augen aufzureißen und lautstark zu protestieren. Dennoch kann das eine große Kraftquelle sein: nach innen zu spüren und Stille zuzulassen. Daraus kann dann ein Impuls erwachsen, nach dem Öffnen der Augen anders zu schauen und die Stimme anders zu erheben.
GL  Ich finde es interessant, dass eine Person wie Greta Thunberg pathologisiert wird, obwohl sie darauf hinweist, dass wir als Gesellschaft irrational handeln.
AV  Möchtet ihr noch etwas zueinander sagen?
HB  In mir löst es Freude aus, dass es Menschen gibt, die sich lange vor mir mit diesen Themen beschäftigt haben. Das inspiriert mich! Wie aber können wir unser Wissen besser teilen? Wie können wir die Generationen zusammenbringen, voneinander lernen und Raum für neue Fragen öffnen?
GL  Ich setze große Hoffnungen in diesen Dialog. Seit 30 Jahren bin ich an diesen Themen dran und hatte lange das Gefühl, dass die junge Generation schwer zu erreichen sei. Es ist gut, wenn wir und ihr, die ihr auf unseren Schultern steht, aber weiter sehen könnt, miteinander ins Gespräch kommen. Bei dem Symposium geht es auch darum, die Fackel weiterzugeben, nicht um euch zu sagen, wie es geht, sondern um euch zu unterstützen und das vorhandene Wissen zu teilen. Auch das ist verbundener Widerstand.
AV  Ganz herzlichen Dank für das Gespräch!


Helen Britt (21) engagiert sich für freie Bildung und den Dialog der Generationen. Sie ist Mitgründerin des Gemeinschaftshauses »Spinnerei«, das verbundenen Aktivismus unterstützt. naiv-kollektiv.org

Geseko von Lüpke (60) ist Journalist, Buchautor und Netzwerker. In seiner Arbeit, u. a. mit Visionssuchen und alternativen Nobelpreisträgern, verbinden sich innerer wie äußerer Wandel. geseko.de
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Das Symposium »Rebell*innen des Friedens« findet vom 15. bis zum 19. Mai 2019 in Sulzbrunn statt. gemeinschaft-sulzbrunn.de

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