enkeltauglich leben

100 Jahre Murray Bookchin

Der als Sohn russisch-jüdischer Eltern in den USA geborene Murray Bookchin (1920–2006) zählt zu den Vorreitern der Ökologiebewegung.

von Jochen Schilk

© Foto: Wikimedia Commons

Ökologie wurde von Murray stets im Bezug auf das soziale Leben gesehen – was sich unter anderem in seinem anarchistisch inspirierten Konzept des »libertären Kommunalismus« niederschlug. Dezentral organisierte, basisdemokratisch selbstverwaltete Gemeinschaften arbeiten dabei mit anderen regionalen Gemeinschaften zusammen. Die Revolution in Rojava/Syrien (siehe Oya 61) fußt auf Bookchins Konzept, und auch die hier immer wieder genannte utopische Denkerin Ursula K. Le Guin ließ sich von ihm inspirieren; Murray Bookchin soll überdies den Begriff »Ökofeminismus« mitgeprägt haben, der vieles meint, was in Oya 61 und 62 verhandelt wird. Anläßlich seines 100. Geburtstags hat die Gustav-Landauer-Initiative einen Reader zu Bookchin und seinem »Ökoanarchismus« zusammengestellt.

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